Aktuelles:

Filmreihe des Friedenstreffs zu „Krieg und Frieden“

30.04.2026
Presseerklärung

Im Schatten des Orangenbaums

Der palästinensische Gedenktag Nakba am 15. Mai erinnert an Flucht und Vertreibung hunderttausender Palästinenser im Zusammenhang mit der Staatsgründung Israels und dem ersten Nahostkrieg im Jahr 1948. Aus diesem Anlass laden wir ein, um das preisgekrönte Drama über die Wurzeln des Nahost-Konflikts zu betrachten.

IM SCHATTEN DES ORANGENBAUMS wird am Sonntag, 17.05.2026 ab 19.30 Uhr im Freiwerk, Hügelstraße 11 in Rüsselsheim gezeigt. Es ist ein berührendes Porträt über drei Generationen im Westjordanland von 1948 bis 2022, in dem persönliche Schicksale und die Geschichte eines Volkes untrennbar miteinander verbunden sind.

IM SCHATTEN DES ORANGENBAUMS wurde als jordanischer Beitrag für den OSCAR™ 2026 in der Kategorie „Bester internationaler Film“ ausgewählt.

Der Eintritt zu dieser Filmreihe ist kostenlos. Im Anschluss an die Betrachtungen wird wie jedes Mal die Möglichkeit zu zwanglosem Gedankenaustausch gegeben sein. Weiterlesen

Bildquelle: moviepilot.de

Vergangene Aktivitäten:

Chronologie zurückreichend bis 2016

Nachfolgend findet sich eine Historie der Aktivitäten und Entwicklung des fru seit seiner Gründung im Jahr 2016. Interessant sind außerdem Flugblätter und inhaltliche Stellungnahmen, die in dieser Zeit entstanden sind. Sie sind alle ebenso unter „Vernetzung und Lesetipps“ zu finden, werden an dieser Stelle aber teilweise zeitlich und inhaltlich in ihren Kontext eingeordnet.

Filmreihe des Friedenstreffs zu „Krieg und Frieden“

29.04.2026
Presseerklärung vom 21.03.2026

„Wir sind viele“ – Ein Film über Protest, Macht und die Lehren der Geschichte

Am 15. Februar 2003 gingen weltweit Millionen Menschen auf die Straße – die größte Demonstration der Geschichte. Sie protestierten gegen den drohenden Irak-Krieg, den die USA und ihre Verbündeten trotz fehlender UN-Mandats und fragwürdiger Begründungen begannen. Der preisgekrönte Dokumentarfilm „Wir sind viele“ von Amir Amirani erzählt die Geschichte dieses historischen Moments.
Heute, im Jahr 2026, steht die Welt erneut vor einem Krieg im Nahen Osten – diesmal mit dem Iran. Wieder sind es die USA und ihre Verbündeten, die militärisch eingreifen. „Wir sind viele“ erinnert uns daran, dass öffentliche Proteste und internationale Diplomatie Alternativen zu militärischer Gewalt sind – und dass die Lehren der Vergangenheit heute dringender sind denn je. 

Am Sonntag, den 19.04.2026 ab 19:30 Uhr wird der Dokumentarfilm "Wir sind viele" gezeigt.
Dokumentarische Nachzeichnung der Ereignisse, die am 15.2.2003 zu weltweiten Massendemonstrationen gegen den drohenden Angriff der USA und Großbritanniens auf den Irak führten. Englisch mit deutschen Untertiteln.
Regie: Amir Amirani
Ort: Freiwerk, Hügelstr. 11 , Rüsselsheim

Der Eintritt zu dieser Filmreihe ist kostenlos. Im Anschluss an die Betrachtungen wird wie jedes Mal die Möglichkeit zu zwanglosem Gedankenaustausch gegeben sein.

Bildquelle: imdb.com


Filmreihe des Friedenstreffs zu „Krieg und Frieden“

29.04.2026
Presseerklärung vom 18.02.2026

Edward Bernays und die Wissenschaft der Meinungsmache

Wie kann man die Massen in demokratischen Systemen steuern? Diese Frage stellte sich ab dem Ende des 19. Jahrhunderts. 1917 wurde sie akut, als die USA für einen Kriegseintritt die Zustimmung der Öffentlichkeit brauchten. Die Dokumentation über Edward Bernays, einen Neffen Sigmund Freuds, veranschaulicht an historischem Material die Propagandatechnik, mit der auch aktuell versucht wird, die Zustimmung der Bevölkerung zu Aufrüstung und Krieg zu gewinnen.

Der Friedenstreff zeigt den Dokumentarfilm am Sonntag, den 01.03.2026 um 19.30 Uhr im Freiwerk, Hügelstraße 11 in Rüsselsheim.

Der Eintritt zu dieser Filmreihe ist kostenlos. Im Anschluss an die Betrachtungen wird wie jedes Mal die Möglichkeit zu zwanglosem Gedankenaustausch gegeben sein.

Bildquelle: odysee.com

Filmreihe des Friedenstreffs zu „Krieg und Frieden“

10.01.2026
Ein Aufruf des Friedenstreffs Rüsselsheim und Umgebung

Die Welt scheint aus den Fugen zu geraten: Kriege, Aufrüstung, Feindbilder und ein Ton in Politik und Medien, der mehr eskaliert als vermittelt. Auch in Deutschland wird immer lauter nach mehr Waffen, mehr Militär und „Kriegstüchtigkeit“ gerufen. Dagegen wollen wir ein Zeichen setzen.

Am 22. Januar 2021 nach Jahren der intensiven Kampagnenarbeit trat der UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen (AVV) in Kraft!
Zum fünften Jahrestag laden wir deshalb zu unserer Filmreihe zum Thema Frieden ein, um einen Animationsfilm zu betrachten. Gemeinsam wollen wir hinschauen, diskutieren und Wege finden, wie wir als Zivilgesellschaft für eine friedlichere Welt eintreten können.

Am Sonntag, den 25.01.2026, ab 19.30 Uhr wird im Freiwerk, Hügelstr. 11, Rüsselsheim folgender Zeichentrickfilm von 1986 betrachtet:

Wenn der Wind weht

Ein auf dem Land lebendes kleinbürgerliches Ehepaar überlebt zwar den
Atomkrieg, siecht aber anschließend dahin.


1986 entstand nach der Vorlage des Comics „When the Wind Blows" („Strahlende
Zeiten") von Raymond Briggs der Animationsfilm „Wenn der Wind weht". Regisseur
Jimmy T. Murakami schuf nicht nur eine kongeniale Verfilmung des Comics,
sondern seinerseits eine der nachhaltigsten künstlerischen Auseinandersetzungen
mit den Schrecken und den Absurditäten des Atomzeitalters.

Der Eintritt zu dieser Filmreihe ist kostenlos. Im Anschluss an die Betrachtungen wird wie jedes Mal die Möglichkeit zu zwanglosem Gedankenaustausch gegeben sein.

Bildquelle: Wenn der Wind weht - Film 1986 - FILMSTARTS.de 

Filmreihe des Friedenstreffs zu „Krieg und Frieden“

24.11.2025
Ein Aufruf des Friedenstreffs Rüsselsheim und Umgebung

Die Welt scheint aus den Fugen zu geraten: Kriege, Aufrüstung, Feindbilder und ein Ton in Politik und Medien, der mehr eskaliert als vermittelt. Auch in Deutschland wird immer lauter nach mehr Waffen, mehr Militär und „Kriegstüchtigkeit“ gerufen. Dagegen wollen wir ein Zeichen setzen.
Deshalb laden wir herzlich ein zu unserer Filmreihe zum Thema Frieden. Gemeinsam wollen wir hinschauen, diskutieren und Wege finden, wie wir als Zivilgesellschaft für eine friedlichere Welt eintreten können.

Am Sonntag, den 30.11.2025 ab 19.30 Uhr wird im Rahmen der Filmreihe zum Thema Frieden im Freiwerk, Hügelstr. 11, Rüsselsheim folgender Dokumentarfilm betrachtet:

Gabriele Krone-Schmalz "Verstehen"

Ein Film über eine Frau, die Haltung zeigt in einer Zeit, in der Deutschland wieder kriegstüchtig werden soll. Dokumentation von Ralf Eger - 2024

Neben Sequenzen ihrer Vorträge und Interviews zeichnet dieser Film wichtige Stationen ihres Lebens nach. Hautnah werden hier die ersten Jahre von Gabriele Krone-Schmalz als Moskau Korrespondentin der ARD in der Zeit der Perestroika wieder lebendig, gefilmt von Ihrem Mann. Der Film macht deutlich, wie falsch und diffamierend das veröffentlichte Bild ist, mit dem derzeit versucht wird, einer inhaltlichen Diskussion mit Gabriele Krone-Schmalz und ihren starken Argumenten für eine friedliche Lösung des Krieges in der Ukraine aus dem Weg zu gehen.

Der Eintritt zu dieser Filmreihe ist kostenlos. Im Anschluss an die Betrachtungen wird wie jedes Mal die Möglichkeit zu zwanglosem Gedankenaustausch gegeben sein.

Bildquelle:  booklet.jpg (527×720) 

Friedenstreff beim Friedensratschlag in Kassel

26.11.2025
Vom 8. bis 9. November 2025 waren drei Aktive des Friedenstreffs beim 32. bundesweiten Friedensratschlag in Kassel. Neben einem bewegenden jungen Podium zur Frage "Wie verhindern wir die Wehrpflicht?" (siehe Bild) am Samstagabend ist uns die Debatte im Anschluss an Hauke Ritz' Vortrag, am Sonntagmorgen, zum Thema "Warum der Weltfrieden von Deutschland abhängt" besonders in Erinnerung geblieben. Auch der Einstiegsimpuls von Michael von der Schulenburg zur UN-Charta und der Workshop zu internationaler christlicher Solidaritätsarbeit für Palästina mit Ulrich Duchrow regten uns zum Nachdenken an. Mitschnitte von Plenumsbeiträgen und weiteres Material vom Ratschlag finden sich auf der Webseite:  Startseite - Bundesausschuss Friedensratschlag


Neue Filmreihe des Friedenstreffs Rüsselsheim und Umgebung zu „Krieg und Frieden"

10.01.2026
Ein Aufruf des Friedenstreffs Rüsselsheim und Umgebung
Die Welt scheint aus den Fugen zu geraten: Kriege, Aufrüstung, Feindbilder und ein Ton in Politik und Medien, der mehr eskaliert als vermittelt. Auch in Deutschland wird immer lauter nach mehr Waffen, mehr Militär und „Kriegstüchtigkeit“ gerufen. Dagegen wollen wir ein Zeichen setzen.
Wir, der Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung, stellen uns diesem Kriegsgeschrei entgegen. Wir glauben: Sicherheit entsteht nicht durch Aufrüstung, sondern durch gemeinsame Gespräche, Diplomatie und Zusammenarbeit – im Kleinen wie im Großen.
Deshalb laden wir herzlich ein zu unserer Filmreihe zum Thema Frieden. Gemeinsam wollen wir hinschauen, diskutieren und Wege finden, wie wir als Zivilgesellschaft für eine friedlichere Welt eintreten können.


Am Sonntag, den 26.10.2025, ab 19.30 Uhr wird im Rahmen der Filmreihe zum Thema Frieden im Freiwerk, Hügelstr. 11, Rüsselsheim folgender Dokumentarfilm betrachtet:

Geheimnis eines Lebens

Der Film erzählt die Geschichte einer Frau, die in den 1940er-Jahren als Mitarbeiterin des
britischen Atomwaffenprogramms wichtige Informationen an die Sowjetunion weitergegeben hatte.


Filmdrama von Trevor Nunn, 2018
 
Der Eintritt zu dieser Filmreihe ist kostenlos. Im Anschluss an die Betrachtungen wird wie jedes Mal die Möglichkeit zu zwanglosem Gedankenaustausch gegeben sein.

Bildquelle: https://www.daserste.de/unterhaltung/film/filme-im-ersten/sendung/geheimnis-eines-lebens-112.html

Grundlage des aufgezeichneten Vortrags

Der Referent des Vortrags, Hauke Ritz

Neue Filmreihe des Friedenstreffs Rüsselsheim und Umgebung zu „Krieg und Frieden"

12.09.2025
Ein Aufruf des Friedenstreffs Rüsselsheim und Umgebung
Die Welt scheint aus den Fugen zu geraten: Kriege, Aufrüstung, Feindbilder und ein Ton in Politik und Medien, der mehr eskaliert als vermittelt. Auch in Deutschland wird immer lauter nach mehr Waffen, mehr Militär und „Kriegstüchtigkeit“ gerufen. Dagegen wollen wir ein Zeichen setzen.
Wir, der Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung, stellen uns diesem Kriegsgeschrei entgegen. Wir glauben: Sicherheit entsteht nicht durch Aufrüstung, sondern durch gemeinsame Gespräche, Diplomatie und Zusammenarbeit – im Kleinen wie im Großen.
Deshalb laden wir herzlich ein zu unserer Filmreihe zum Thema Frieden. Gemeinsam wollen wir hinschauen, diskutieren und Wege finden, wie wir als Zivilgesellschaft für eine friedlichere Welt eintreten können.


Am Sonntag, den 21.09.2025, ab 19:30 Uhr wird die Filmreihe im Freiwerk, Hügelstr. 11, Rüsselsheim mit der Wiedergabe des Vortrags von Hauke Ritz „Warum der Weltfrieden von Deutschland abhängt“ fortgesetzt. Die Vortragsveranstaltung wurde in Kiel mit Hauke Ritz vom dortigen NachDenkSeiten-Gesprächskreis in Zusammenarbeit mit der Kieler Gruppe der Internationalen Ärztinnen und Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs und für soziale Verantwortung ausgerichtet.
Der Eintritt zu dieser Filmreihe ist kostenlos. Im Anschluss an die Betrachtungen wird wie jedes Mal die Möglichkeit zu zwanglosem Gedankenaustausch gegeben sein.

Bildquellen: Buchcover, Referent

Die aktuelle Ankündigung des fru

Das historische Plakat zu Zeiten der RFI

„Einer spinnt“ im Rind

28.08.2025
Dieses Jahr steht wieder die Wahl zum Leuchtenden Vorbild in Rüsselsheim an. Der Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung hat erneut Herrn Pfarrer Willi Göttert vorgeschlagen. Als früherer Soldat, der anders als viele seiner Landsleute tatsächlich aus dem Krieg gelernt hat, propagierte er ein eigenes Friedenskonzept, das er in mehreren Buchveröffentlichungen sowie in einer Reihe anderer Schriften über viele Jahre hinweg entwickelt hat.


Aus diesem Anlass zeigt der Friedenstreff die Dokumentation "Einer spinnt - Der Weg des Willi Göttert zwischen Krieg und Frieden" am Mittwoch, 03.09.2025 um 19:30 Uhr im Kulturzentrum dasRind. Der Filmproduzent Thomas Frickel, der den Film produziert hat, wird selbst anwesend sein. 


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Am Mittwoch, den 03.09.2025, wird um 19:30 Uhr ein Film des Rüsselsheimer Filmemachers Thomas Frickel gezeigt: „Einer spinnt“ 

Darin geht es um ein Portrait des Rüsselsheimer Pfarrers Willi Göttert, der auch Sprecher der Rüsselsheimer Friedensinitiative (RFI) war.

Im zweiten Weltkrieg war Willi Göttert Offizier der Wehrmacht und befehligte Einheiten an der Front. Aus seinen Erfahrungen heraus wurde er konsequenter Pazifist. 

Göttert studierte Theologie und war Jahrzehnte lang Pfarrer in der Böllensee-Siedlung Matthäus-Gemeinde in Rüsselsheim. 

Hier setzte er sich mit breitgefächertem sozialen und politischen Engagement für mehr Menschlichkeit ein.

Vom „Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung“ wurde Göttert dieses Jahr zum „leuchtenden Vorbild“ der Stadt Rüsselsheim vorgeschlagen.

Neue Filmreihe des Friedenstreffs Rüsselsheim und Umgebung zu „Krieg und Frieden"

19.07.2025
Ein Aufruf des Friedenstreffs Rüsselsheim und Umgebung
Die Welt scheint aus den Fugen zu geraten: Kriege, Aufrüstung, Feindbilder und ein Ton in Politik und Medien, der mehr eskaliert als vermittelt. Auch in Deutschland wird immer lauter nach mehr Waffen, mehr Militär und „Kriegstüchtigkeit“ gerufen. Dagegen wollen wir ein Zeichen setzen.
Wir, der Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung, stellen uns diesem Kriegsgeschrei entgegen. Wir glauben: Sicherheit entsteht nicht durch Aufrüstung, sondern durch gemeinsame Gespräche, Diplomatie und Zusammenarbeit – im Kleinen wie im Großen.
Deshalb laden wir herzlich ein zu unserer Filmreihe zum Thema Frieden. Gemeinsam wollen wir hinschauen, diskutieren und Wege finden, wie wir als Zivilgesellschaft für eine friedlichere Welt eintreten können.

Am Sonntag, den 03.08.2025 ab 20:00 Uhr wird die Filmreihe im Freiwerk, Hügelstr. 11 mit der arte-Dokumentation „Ein Physiker und die tödliche Macht - Joseph Rotblat, Wissenschaft und Gewissen“

fortgesetzt. Der polnische Physiker Joseph Rotblat wurde 1995 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Die Doku erzählt die Geschichte der Atombombe und porträtiert einen klugen Mann mit Gewissen. 
Der Eintritt zu dieser Filmreihe ist kostenlos. Im Anschluss an die Betrachtungen wird wie jedes Mal die Möglichkeit zu zwanglosem Gedankenaustausch gegeben sein.



Bildquelle: Ein Physiker und die tödliche Macht - Joseph Rotblat, Wissenschaft und Gewissen | ARTE

Gegen das Kriegsgeschrei – für den Frieden!

13.07.2025
Ein Aufruf des Friedenstreffs Rüsselsheim und Umgebung
Die Welt scheint aus den Fugen zu geraten: Kriege, Aufrüstung, Feindbilder und ein Ton in Politik und Medien, der mehr eskaliert als vermittelt. Auch in Deutschland wird immer lauter nach mehr Waffen, mehr Militär und „Kriegstüchtigkeit“ gerufen. Dagegen wollen wir ein Zeichen setzen.
Wir, der Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung, stellen uns diesem Kriegsgeschrei entgegen. Wir glauben: Sicherheit entsteht nicht durch Aufrüstung, sondern durch gemeinsame Gespräche, Diplomatie und Zusammenarbeit – im Kleinen wie im Großen.
Deshalb laden wir herzlich ein zu unserer Filmreihe zum Thema Frieden. Gemeinsam wollen wir hinschauen, diskutieren und Wege finden, wie wir als Zivilgesellschaft für eine friedlichere Welt eintreten können.

Am Sonntag, den 13.07.2025, ab 20 Uhr wird die Filmreihe im Freiwerk, Hügelstr. 11, mit der
Wiedergabe des Vortrags „Friedensfähig statt kriegstüchtig“ fortgesetzt. Andreas Zumach spricht zur aktuellen Lage und den friedenspolitischen Alternativen zur vorherrschenden Kriegslogik.
Der Eintritt zu dieser Filmreihe ist kostenlos. Im Anschluss an die Betrachtungen wird wie jedes Mal die Möglichkeit zu zwanglosem Gedankenaustausch gegeben sein.

Bildquelle: Andreas Zumach: Friedensfähig statt kriegstüchtig | Münchner Friedensbündnis

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Friedensdemo im Frankfurter Flughafen am 04.07.2025

Sag Guten Tag!

fru-Filmabend 22.06.2025

Sag Guten Tag!

Hessentags-Präsenz 21.06.2025

Sag Guten Tag!

European Peace Project 09.05.2025

European Peace Project am 09.05. und fru-Filmabend am 11.05.2025: "Einer spinnt"

09.05.2025: Presseerklärung
Am 09. Mai 2025, genau vor 80 Jahren, endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Fast 60 Millionen Menschen verloren ihr Leben, darunter 27 Millionen Sowjetbürger. Aus diesem Anlass beteiligt sich der Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung an dem  "European Peace Project" und ruft ebenfalls zum Frieden auf.

Wenn die EU und ihre nationalen Regierungen nun ein gigantisches, völlig verantwortungsloses Aufrüstungsprogramm planen, um uns in einen Krieg gegen Russland zu führen, dann bedeutet dies einen Verrat an allen europäischen Grundprinzipien. Die KSZE-Erklärung von 1975 verstand sich auf allseitigem Frieden durch kontrollierte Abrüstungsverträge. Die UN-Menschenrechtserklärung von 1948 galt und gilt für alle Menschen und beinhaltet nach heutigem Verständnis auch die Verpflichtung, künftiges Leben zu gewährleisten. Das aber erfordert Diplomatie und Zusammenarbeit. Der jetzige Versuch, Probleme durch militärische Stärke zu lösen, wird ähnlich wie im 20. Jahrhundert zu endlosen weltweiten Kriegen führen, Flucht, Hunger und Klimakatastrophe gewaltig verstärken.
Daher laden die Aktiven des Friedentreffs Rüsselsheim und Umgebung zur Beteiligung an diesem Friedensprojekt ein. Sie werden am Freitag, den 09. Mai 2025, mit einem performativen Sprechakt auf dem Friedensplatz in Rüsselsheim um 17:00 Uhr den FRIEDEN ausrufen! 

Neue Filmreihe des Friedenstreffs Rüsselsheim und Umgebung zu „Krieg und Frieden"                  oder

„Einer spinnt" von Thomas Frickel am Sonntag im Freiwerk

06.05.2025: Presseerklärung
Der Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung lädt auch dieses Jahr einmal im Monat, jeweils sonntags ab 20 Uhr im Freiwerk, Hügelstr. 11 in Rüsselsheim, zu einem Filmabend ein. Vorgesehen ist gemeinsam Dokumentationen bzw. informative Vorträge zu Brennpunkten militärischer Konfliktlösungsversuche zu sehen und zu diskutieren. Als Auftakt wird der Film des Rüsselsheimer Filmemachers Thomas Frickel gezeigt: "Einer spinnt" - Darin geht es um ein Portrait des Pfarrers Willi Göttert, der auch Sprecher der Rüsselsheimer Friedensinitiative war und den der Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung dieses Jahr zum „Leuchtenden Vorbild" vorgeschlagen hat.
Im weiteren Verlauf bietet sich zunächst ein Film aus Terra X über die nachfolgenden Schwerpunkte können die Teilnehmer*innen selbst festlegen. Die Beschäftigung mit dem Ukraine- oder dem Gazakrieg ist naheliegend. Denkbar wäre auch, andere, derzeit bei uns weniger im Fokus stehende Konflikte wie Indien – Pakistan, Taiwan – China, Serbien – EU, Sudan, u.a., zu thematisieren.
Da die Deutung solcher Konfliktkonstellationen und die Sinnhaftigkeit der jeweiligen militärischen Eingriffe höchst umstritten ist, soll die Herangehensweise möglichst aus verschiedenen Perspektiven erfolgen.
Der Auftaktfilm der Reihe wird am kommenden Sonntag, 11.5., zu sehen sein.

Abfahrt zu den Ostermärschen

18.04.2025: Presseerklärung
In Anbetracht der akuten Gefahr, dass die neue Regierung weiterhin die Kriege in Gaza und der Ukraine durch Waffenexporte anheizen und verlängern wird und selbst unbegrenzt aufrüsten will, erscheint vielen Menschen die Gefahr einer unkontrollierten Entwicklung bis hin zum Atomkrieg möglich. Darum wenden sich dieses Jahr alle Ostermarschierer gemeinsam gegen Krieg und die Propagierung von Krieg als Konfliktlösungsmöglichkeit, "friedensfähig statt kriegstüchtig" ist die Losung in Frankfurt.

Rüsselsheimer nehmen traditionell an den Märschen in Frankfurt und/oder in Mainz/Wiesbaden teil. Letzterer beginnt am Samstag um 10.30 Uhr am Hauptbahnhof in Mainz. Gemeinsame Abfahrt (Gruppenkarte) in Rüsselsheim mit der S 8 um 10.12 Uhr. In Frankfurt beginnen am Ostermontagmorgen verschiedene Märsche zu verschiedenen Zeiten (https://www.friedenskooperative.de/termine/ostermarsch-2025-in-frankfurt). Die Abschlusskundgebung auf dem Römerberg beginnt um 13 Uhr, Abfahrt in Rüsselsheim 12.16 Uhr mit der S 8.

Bericht zur bundesweiten Friedensdemo in Wiesbaden

Am Samstag, 29.03.2025, nahmen einige Aktive des Friedenstreffs Rüsselsheim und Umgebung an der Demonstration gegen die geplante Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland teil. Sie sollen von Wiesbaden und dem Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kastel aus gesteuert werden. Laut Veranstalter der Demo, unter anderem dem erst Ende 2024 gegründeten Wiesbadener Bündnis gegen Raketenstationierung, fanden sich rund 4000 Menschen zusammen, die friedlich, bunt und lautstark vom Hauptbahnhof Wiesbaden zum Kranzplatz marschierten. Zeitgleich fand eine Fahrraddemonstration statt. Umrahmt war die Demonstration von einer Auftakt- und Abschlusskundgebung mit hochkarätigen Redner*innen wie Hartmut Bohrer, Ortsvorsteher von Mainz-Kastel, Regina Hagen, Mitglied des Darmstädter Friedensforums, und Michael Müller, Vorsitzender der Naturfreunde Deutschland.

Das sonnige Wetter lud trotz bisweilen frischer Brisen dazu ein, den Demozug zu angeregter Diskussion, Vernetzung und Austausch über aktuelle gesellschaftliche und friedenspolitische Themen zu nutzen. Gleich zu Beginn wurde betont, dass die bei der Demo vertretene Friedensbewegung eine linke ist, und Nationalflaggen sowie rechtsextreme Symbole daher unerwünscht sind. Worüber Sonnenschein und friedliche Stimmung nicht hinwegtäuschen sollten: Was ohne parlamentarische Mitbestimmung beschlossen wurde, ist todernst. Hartmut Bohrer wies auf die traumatischen Folgen der fast vollständigen Zerstörung Mainz-Kastels im zweiten Weltkrieg hin, die Überlebende bis heute begleiten. Soll soetwas wieder passieren? Ganz und gar nicht, wir sagen nein! Immer wieder mahnend die Worte Regina Hagens zur Stationierung der US-Mittelstreckenraketen: Wollen wir, dass es dazu kommt? Ganz und gar nicht, wir sagen nein!

Hier kann der Berliner Appell gegen die Stationierung der US-Mittelstreckenraketen unterzeichnet werden, hier findet sich der Aufruf des Wiesbadener Bündnisses gegen Raketenstationierung.

Abfahrt zur Demonstration gegen die Raketenstationierung in Wiesbaden

29.03.2025
27.3.2025: Presseerklärung

Wie in den 1980er Jahren wollen die USA unter Zustimmung der deutschen Regierung Mittelstreckenraketen in Deutschland aufstellen. Darunter Hyperschallwaffen, die in wenigen Minuten Ziele in Russland treffen und damit als Erstschlags- und Enthauptungswaffen dienen könnten. Damit wäre das strategische Gleichgewicht zwischen Russland und den USA zerstört. Im Krisenfall würde Russland sie wahrscheinlich präventiv bekämpfen, was den atomar geführten Krieg auslösen würde. Gesteuert werden sollen diese Raketen über den Militärstandort Wiesbaden. Gegen die Stationierung dieser Mittelstreckenraketen wendet sich am Samstag, dem 29.03.2025, am Hauptbahnhof in Wiesbaden ab 12.00 Uhr eine Demonstration, zu welcher von verschiedensten Organisationen der Friedensbewegung bundesweit aufgerufen wird. Der Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung ruft ebenfalls zur Beteiligung auf: Gemeinsame Abfahrt  um 11.27 Uhr mit der S 9, Treffen (für Gruppenfahrschein) auf Bahngleis 1 um 11.15 Uhr. 

Der Friedenstreff informiert und lädt zur bundesweiten Demo in Wiesbaden ein

29.03.2025
Am 19.03.2025 informierte der Friedenstreff in der Rüsselsheimer Innenstadt über das Ziel des Berliner Appells: die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Wiesbaden zu verhindern. Außerdem luden wir dazu ein, mit zur bundesweiten Demo in Wiesbaden zu fahren, die sich gegen ebendiese richtet. Wir hofften, einige Rüsselsheimer*innen für Samstag, den 29.03.2025, zu mobilisieren. Bei einer unserer Infoaktionen waren wir positiv überrascht, wie groß das Interesse bei einigen Schüler*innen war: Sie bedankten sich sehr herzlich dafür, dass wir dieses wichtige Thema in die Öffentlichkeit bringen.

Infostand des Friedenstreffs in Rüsselsheim

29.03.2025
Am Samstag, 15.02.2025, war der Friedenstreff in der Rüsselsheimer Marktstraße mit einem Infostand gegen die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen vertreten. Wir machten eine Woche vor der Bundestagswahl auf die Dringlichkeit der im Wahlkampf weitestgehend verschwiegenen Thematik aufmerksam. Die in der Presse nicht veröffentlichte Presseerklärung erläutert die Hintergründe:

19.02.2025: Presseerklärung

Bundestagswahlkreiskandidatenbefragung zu Friedensstrategien 
oder 
Wahlkampf um Nebensächlichkeiten


Im derzeitigen Wahlkampf fällt auf, dass neben dem Migrationsgeschehen soziale und steuerpolitische Themen im Vordergrund stehen. Die für das Überleben Deutschlands entscheidende Frage, wie eine Eskalation des Ukrainekrieges bis hin zur aktiven Beteiligung der Nato vermieden werden kann, wird jedoch nicht thematisiert. Im Gegenteil sind sich die tonangebenden „Berliner“ Parteien anscheinend einig, durch beschleunigte Steigerung der konventionellen Rüstung „Russland besiegen“ zu können. Dass die EU-Länder und erst recht die Nato schon über eine mehrfache Überlegenheit im konventionellen Bereich verfügen, wird bei der Propagierung solcher Hochrüstung „vergessen“. Dass Russland sich darauf festgelegt hat, bei einem Angriff überlegener konventioneller Kräfte diesem mit atomaren Waffen zu begegnen, wird ausgeblendet. Darum haben die Aktiven des Friedenstreffs Rüsselsheim und Umgebung bei allen Wahlkreiskandidaten für den Bundestag nachgefragt, wie sie hoffen, dem Friedensgebot des Grundgesetzes Rechnung tragen zu können, also ein Ende des Ukrainekrieges herbeiführen, dem Völkerrecht gemäß GGB Art. 25 wieder Autorität verschaffen, den Waffenexport gemäß GGB Art. 26 beschränken und friedliche Beziehungen zu Russland (und sonstigen „Feindstaaten“) gestalten zu können.

Es gab bei unserer Befragung bedauerlicherweise Verzögerungen, sodass den Kandidaten nur wenige Tage Zeit zur Beantwortung verblieben. Auffällig und nach Auffassung der Fragesteller bedrohlich ist jedoch, dass von den Parteien, die voraussichtlich an der künftigen Regierung beteiligt sein könnten, keine einzige Antwort einging. Es scheint, als wollten deren Vertreter zu ihrem Ziel eines „Siegfriedens“ über Russland und ihrem Programm der unbegrenzten Aufrüstung keine Auskunft geben. Geantwortet haben Anne Fröhlich von der MLPD und Jörg Cezanne von Die Linke, die beide ablehnend zur gegenwärtigen Politik der Kriegseskalation, der Aufrüstung, des Waffenexports und der Missachtung des Völkerrechts Stellung bezogen.

Infostand gegen Stationierung von US-Mittelstreckenraketen

31.01.2025
Etwa einen Monat vor der anstehenden Bundestagswahl, am 22.01.2025, erinnerte der Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung auf dem Rüsselsheimer Marktplatz an das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrags der UNO vor vier Jahren.

Wir wiesen auf die geplante Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Wiesbaden hin, die atomar bestückt werden können und unter der Entscheidungsgewalt des US-amerikanischen Präsidenten stünden. Dieses Vorgehen stellt eine weitere Provokation gegenüber Russland dar, weil diese Mittelstreckenraketen innerhalb weniger Minuten die meisten russischen Interkontinentalraketen vernichten könnten und somit die russische Zweitschlagskapazität bedrohen würden. Das Drohszenario ist beängstigend, nicht zuletzt, weil es sich beim Rhein-Main-Gebiet um eine dicht besiedelte und infrastrukturell wichtige Region handelt, die im Fall einer unmittelbaren Kriegsbeteiligung zur Zielscheibe werden würde.

Die Gefahr eines auch atomar geführten Krieges in Europa ist so groß, wie seit 40 Jahren nicht. Deshalb wiesen wir die Passant*innen in der Rüsselsheimer Innenstadt mit gut sichtbaren Transparenten und reichlich Informationsmaterial unter anderem auf den Berliner Appell hin. Dieser hat das Ziel, die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Wiesbaden zu verhindern und kann hier online unterzeichnet werden:  https://nie-wieder-krieg.org/

Groß-Gerau ist Bürgermeistern für den Frieden beigetreten

23.12.2024
Kurz vor Weihnachten noch eine frohe Botschaft: Wie wir als Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung im November erfahren haben, ist nun auch Groß-Gerau offiziell Teil des Bündnisses der Bürgermeister für den Frieden (Mayors for Peace). Das Ziel dieser Initiative ist, die beständige Mahnung der Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki im Jahr 1945 als Erinnerung daran zu sehen, sich auf kommunalpolitischer Ebene dafür einzusetzen, dass politische Eskalationen niemals wieder zu einem nuklearen Desaster führen dürfen. Der Friedenstreff tritt für die Abschaffung von Atomwaffen, für Abrüstung und für die friedliche, diplomatische Beilegung von Konflikten ein und begrüßt daher den Beitritt jeglicher Kommunen und Bürgermeister/innen zum Bündnis der Mayors for Peace. In diesem Sinne friedliche und besinnliche Feiertage!

Internationaler Friedenstag in Rüsselsheim

Am diesjährigen Internationalen Friedenstag, Samstag, den 21.09.2024, zogen zwei Mitglieder des Friedenstreffs Rüsselsheim und Umgebung mit Unterstützung eines Friedensaktivisten aus Flörsheim durch Rüsselsheim. Wir verteilten diverse Sprüche mit Kreide, zumeist Zitate von bekannteren Friedensaktiven aus Vergangenheit und Gegenwart. Es gab viel Zuspruch von den Menschen, die uns sahen. Teils lange Diskussionen, teils Zustimmung und viel positive Resonanz. Es wurden auch Flugblätter für die Friedensdemo am 03.10.2024 in Berlin verteilt.

Auf dem ersten Bild ist die Webseite Nie wieder Krieg! Frieden und Zusammenarbeit statt Aufrüstung und Konfrontation! angegeben, wo weitere Informationen zur Demonstration am 03.10.2024 zu finden sind. Der Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung freut sich immer über neue Mitstreitende.

Denkmal am Rüsselsheimer Bahnhof unvollständig: Friedenstreff mahnt Gedenken auch an die Opfer der Todesstrafe an

06.09.2024: Presseerklärung
Am Montag, 26.08.2024, jährte sich die Errichtung des Denkmals am Rüsselsheimer Bahnhof zum zwanzigsten Mal. Es besteht aus einer Backsteinmauer, auf deren Rückseite die Porträts von sechs Männern angebracht sind. Gedacht wird der sechs US-amerikanischen Soldaten, die zu Zeiten weiter verbreiteter Lynchmorde an Fliegern von einem Mob wütender Zivilisten umgebracht wurden. Lediglich zwei der ursprungs acht Soldaten, die 1944 für Piloten kürzlich erfolgter Bombenangriffe gehalten wurden, stellten sich bis zur Verbringung auf den Friedhof tot und konnten von dort fliehen.

Keine Erwähnung findet auf dem Denkmal, dass auch die Täter infolgedessen bis auf zwei beteiligte Frauen den Weg in den Tod fanden. Sechs Täter wurden vom US-Militärgericht verurteilt und hingerichtet. Der Friedenstreff, so heißt es auch auf einer am Jahrestag mit Kreide um das Denkmal herum angebrachten Aufschrift, mahnt an, auch der Zivilisten zu gedenken, die der Unmenschlichkeit der Todesstrafe zum Opfer gefallen sind.

Da die vonseiten der Stadt am 26.08.2024 organisierte Gedenkveranstaltung wegen ihres offiziellen Charakters weder für Erfahrungsberichte von Angehörigen noch den Hinweis auf die ebenso unmenschliche Hinrichtung der Täter offen war, wiederholte der Friedenstreff die Anbringung der Inschrift mit Kreide am Montag, 02.09.2024, bis sie vom Regen ohne bewusste Zensurabsicht vorerst das Zeitliche segnen würde. Das Erinnern an das Grauen des Krieges und dessen Folgen bis in die Gegenwart hinein darf nicht hinter Floskeln formeller Rahmensetzungen zum Erliegen kommen.

Kundgebung auf dem Friedensplatz

11.08.2024
Am 09.08., dem 79. Tag des Gedenkens auf die 1945 über Nagasaki abgeworfene Atombombe, war der Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung von halb zwölf bis fünfzehn Uhr auf dem Friedensplatz präsent. Wir präsentierten Informationsmaterialien, eine Mahnung einer Überlebenden und Kampagnen gegen atomare Aufrüstung, Militarisierung und Anwerbung Jugendlicher für den Militärdienst. Manchen erklärten wir die Bedeutung des Friedenssteins, der nach Abschluss der umfangreichen Bauarbeiten am Friedensplatz wieder "dem Krieg in den Weg gestellt" ist.

An diesem Tag strahlte die Sonne, damals  vor 79 Jahren in Japan strahlte leider vor allem die zweite der je abgeworfenen Bomben - beide mit insgesamt über 200.000 Toten und jahrzehntelangen Folgen für die Region und Menschen. Heutige Exemplare bergen ein Vielfaches der Sprengkraft. Umso mehr gilt es die geplante Stationierung und Vorbereitung des Einsatzes auch nuklearen Waffenmaterials von Wiesbaden Erbenheim aus zu verhindern.

Aktuelles zu einer Demo und Kundgebung in Wiesbaden am 31.08.2024 ist auf der Seite der Friedens- und Zukunftswerkstatt zu finden. Links zu den genannten Informationskampagnen findet ihr hier (unter "Lohnende Seiten der Friedensbewegung").

Filme über Atomkriegsszenarien

27.06.2024
Der Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung hatte sich 2016 wegen der Gefahr eines atomar geführten Krieges im Gefolge des Ukrainekonflikts gegründet, um gegen die atomare Teilhabe Deutschlands und für ein Atomwaffenverbot einzutreten.

Die aktuelle Bedrohungslage im Ukrainekrieg macht einen atomar geführten Krieg noch wahrscheinlicher. Da außerdem die atomaren Supermächte fast alle vertraglichen Rüstungsbegrenzungen gekündigt haben, ist auch die Wiederaufnahme von Atomwaffenversuchen zu befürchten. Daher möchte der Friedenstreff sich mit Filmen aus 6 Jahrzehnten über atomare Kriegsszenarien beschäftigen.

Am Sonntag, den 14.07.2024 ab 20:00 Uhr wird die Filmreihe im Freiwerk, Hügelstr. 11, mit der Komödie „Die Maus, die brüllte“ abgeschlossen. Ein Zwergstaat erklärt den USA den Krieg. Satire mit Peter Sellers in einer Dreifachrolle. 

Der Eintritt zu dieser Filmreihe ist kostenlos (wegen des beschränkten Platzangebots melden sich Interessenten bitte unter der 0162 5265811 an). Im Anschluss an die Betrachtungen wird wie jedes Mal die Möglichkeit zu zwanglosem Gedankenaustausch gegeben sein.

 

Bildquelle: https://www.cinema.de/film/die-maus-die-bruellte,91098.html

Friedenspolitische Fragen an die Bürgermeister-Kandidaten

22.06.2024
03.06.2024: Presseerklärung
Auswertung der Bürgermeister-Kandidatenbefragung zur Bürgermeisterwahl in Flörsheim am 09.06.2024

Der Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung (fru) stellte den vier Bürgermeister-Kandi­daten Herrn Dr. Bernd Blisch, Herrn Michael Antenbrink, Herrn Tobias Luger und Herrn Mimoun Houmami bestimmte Fragen zur Umsetzung der lokalpolitischen Friedensarbeit.

Die Frage, ob sie sich als Bürgermeister dafür einsetzen wollen, dem Bündnis der „Bürgermeister für Frieden“ beizutreten, fand ein breites Antwortspektrum. Herr Dr. Blisch möchte für gesellschaftlichen Frieden in der eigenen Kommune zu sorgen. Einen Grund, deshalb dem Bündnis beizutreten, sieht er nicht.  Herr Antenbrink würde sich für einen sol­chen Beitritt Flörsheims einsetzen. Herr Luger denkt vorerst nicht, diesem Bündnis beizu­treten. Er möchte seine Ressourcen und Prioritäten auf andere Projekte und Herausforde­rungen ausrichten. Für Herrn Houmami wäre der Beitritt Flörsheims zum Bündnis der „Bürgermeister für Frieden" eine seiner ersten Amtshandlungen, da der Frieden die Grundlage für alles sein sollte.

Ähnlich differenziert fielen die Antworten zu der Frage aus, ob eine Koordinationsstelle für Friedensschutzaktivitäten in der Gemeinde erforderlich sei. Herr Dr. Blisch würde die Aufgabe als Bürgermeister sehr bewusst wahrnehmen, eine hauptamtliche Koordinationsstelle sieht er bei der Verwaltung allerdings nicht. Herr Antenbrink glaubt nicht, dass eine solche zusätzliche Koordinierungsstelle notwendig sei, da diese Aufgaben im normalen Geschäftsbetrieb bewältigt werden können. Herr Luger würde das Geld, welches für eine neue Koordinationsstelle aufzubringen wäre, eher in die Kitas und Vereine in Flörsheim, Wicker und Weilbach fließen lassen. Herr Houmami verspricht, dass er eine solche Funktion in der Verwaltung definitiv anstreben würde.

Eine weitere Frage betraf den ICAN-Appell, also den Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag und damit auch den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland. Herr Dr. Blisch sieht das nicht als Aufgabe eines Bürgermeisters oder einer Stadtverwaltung. Herr Antenbrink ist von dem Appell überzeugt, denn unser aller Ziel müsse eine Welt ohne Atomwaffen sein. Er werde sich für eine Unterzeichnung des ICAN-Appels durch die Flörsheimer Stadtverordneten­versammlung einsetzen. Herr Houmami werde sich überzeugt für den ICAN-Appell einsetzen. Herr Luger äußerte sich zum ICAN-Appell nicht konkret.

Herr Dr. Blisch möchte sich mit ganzer Kraft für den gesellschaftlichen Frieden engagie­ren. Auch Herr Antenbrink würde sich im Rahmen der Möglichkeiten eines Bürgermeisters für die Unterstützung von Friedensinitiativen auf kommunaler Ebene einsetzen. Herr Luger ist zwar stets bestrebt, sich für den Frieden und die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene einzusetzen, werde aber dafür keine Gelder der Stadt aufbringen. Herr Houmami möchte von Anfang an Zeichen setzen und umgehend die Mayors-for-Peace-Fahne erwer­ben. Außerdem wird es mit ihm unterschiedliche Veranstaltungen im Bereich Bildungsar­beit in der Stadt geben.

Der Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung möchte sich mit gewaltfreien und friedli­chen Konfliktlösungsversuchen gerne unterstützend einbringen und freut sich, wenn weite­re Unterstützer aus Flörsheim mit ihm in Kontakt treten: www.friedenstreff.jimdosite.com

Filme über Atomkriegsszenarien

22.05.2024
Der Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung hatte sich 2016 wegen der Gefahr eines atomar geführten Krieges im Gefolge des Ukrainekonflikts gegründet, um gegen die atomare Teilhabe Deutschlands und für ein Atomwaffenverbot einzutreten.
Die aktuelle Bedrohungslage im Ukrainekrieg macht einen atomar geführten Krieg noch wahrscheinlicher. Da außerdem die atomaren Supermächte fast alle vertraglichen Rüstungsbegrenzungen gekündigt haben, ist auch die Wiederaufnahme von Atomwaffenversuchen zu befürchten.
Daher möchte der Friedenstreff sich mit Filmen aus 6 Jahrzehnten über atomare Kriegsszenarien beschäftigen.
Am Mittwoch, den 05.06.2024 ab 20:00 Uhr wird die Filmreihe im Freiwerk, Hügelstr. 11 mit dem Spielfilm „Threads – Tag Null“ fortgesetzt. Im Stil einer Dokumentation erzählt "Threads" von einem nuklearen Holocaust und seinem Effekt auf die arbeitende Klasse von Sheffield in England und den Langzeit-Effekt eines nuklearen Krieges insgesamt.
Der Eintritt zu dieser Filmreihe ist kostenlos (wegen des beschränkten Platzangebots melden sich Interessenten bitte unter der 0162 5265811 an). Im Anschluss an die Betrachtungen wird wie jedes Mal die Möglichkeit zu zwanglosem Gedankenaustausch gegeben sein.ls Chance zu verstehen und neue Ziele zu erreichen.

Bildquelle:  https://www.moviebreak.de/film/threads

Dokumentarfilm von Frieder Wagner „Todesstaub“

25.04.2024
Der Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung hatte sich 2016 wegen der Gefahr eines atomar geführten Krieges im Gefolge des Ukrainekonflikts gegründet, um gegen die atomare Teilhabe Deutschlands und für ein Atomwaffenverbot einzutreten.
Die aktuelle Bedrohungslage im Ukrainekrieg macht einen atomar geführten Krieg noch wahrscheinlicher. Daher möchte der Friedenstreff sich mit Filmen aus 6 Jahrzehnten über atomare Kriegsszenarien beschäftigen.
Am Sonntag, den 05.05.2024 ab 20:00 Uhr wird die Filmreihe im Freiwerk, Hügelstr. 11
mit dem Dokumentarfilm von Frieder Wagner „Todesstaub“ fortgesetzt.
Der Eintritt zu dieser Filmreihe ist kostenlos (wegen des beschränkten Platzangebots melden sich Interessenten bitte unter der 0162 5265811 an).
Im Anschluss an die Betrachtungen wird wie jedes Mal die Möglichkeit zu zwanglosem Gedankenaustausch gegeben sein.


© Bild: Frieder Wagner


Filme über Atomkriegsszenarien

11.04.2024: Presseerklärung
Der Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung hatte sich 2016 wegen der Gefahr eines atomar geführten Krieges im Gefolge des Ukrainekonflikts gegründet, um gegen die atomare Teilhabe Deutschlands und für ein Atomwaffenverbot einzutreten.

Die aktuelle Bedrohungslage im Ukrainekrieg macht einen atomar geführten Krieg noch wahrscheinlicher. Da außerdem die atomaren Supermächte fast alle vertraglichen Rüstungsbegrenzungen gekündigt haben, ist auch die Wiederaufnahme von Atomwaffenversuchen zu befürchten. 

Daher möchte der Friedenstreff sich mit Spielfilmen aus 6 Jahrzehnten über atomare Kriegsszenarien beschäftigen.

Am Sonntag, den 14.04.2024 ab 19:30 Uhr wird die Filmreihe im Freiwerk, Hügelstr. 11 mit dem Spielfilm „Wackersdorf“ fortgesetzt.

Der Eintritt zu dieser Filmreihe ist kostenlos (wegen des beschränkten Platzangebots melden sich Interessenten bitte unter der Telefonnummer 0162 5265811 an). Im Anschluss an die Betrachtungen wird wie jedes Mal die Möglichkeit zu zwanglosem Gedankenaustausch gegeben sein.

Aufruf zu den diesjährigen Ostermärschen

29.03.2024: Presseerklärung
Die miltärisch organisierte Rivalität der atomaren Großmächte spitzt sich derzeit immer weiter zu. Darum rufen die Friedensaktiven der Region zu demonstrativer Beteiligung an den Ostermärschen auf: gegen die Logik militärischer Gewaltmaximierung, für Abrüstung, 100 Milliarden für Klimaschutz, Gesundheit, Bildung und sozialen Ausgleich.

Der Ostermarsch Mainz-Wiesbaden findet wie immer am Ostersamstag statt. Er beginnt um 10.30 am Hauptbahnhof in Wiesbaden. Passend zu erreichen mit der S9 ab Rüsselsheim um 9.57 Uhr.

Die Schlusskundgebung der Ostermärsche nach Frankfurt findet wie immer am Ostermontag auf dem Römerberg ab 13 Uhr statt. Passend zu erreichen mit der S8 ab Rüsselsheim um 12.16 Uhr.

Einseitige Parteinahme im Gazakrieg beinhaltet Diskriminierung

14.03.2024: Presseerklärung
Der Magistrat in Rüsselsheim ließ anlässlich des Massakers durch die Hamas an etwa 1000 jüdischen Menschen in Israel die israelische Flagge als Zeichen der Solidarität mit den Überfallenen aufhängen. Solidarität mit den Überfallenen zu zeigen, erscheint dem Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung aus friedenspolitischer Sicht wichtig. Da sich der Friedenstreff stets um friedliche und gewaltfreie Lösungen bemüht, begrüßt er auch die Absicht des Magistrats, gruppenbezogenen Diskriminierungen und Hetze verstärkt entgegentreten zu wollen.

Allerdings erscheint es dann fraglich, ob eine solche einseitige Solidarität mit Israel, wie sie sich in der Flaggenhissung dokumentiert, auf Dauer unüberprüft Bestand haben kann. In Gaza wurden inzwischen etwa 30.000 palästinensische Zivilisten, zum größeren Teil Frauen und Kinder, getötet. Es droht demnächst dort eine Hungerkatastrophe, falls nicht sofort massive Lebensmittellieferungen ermöglicht werden.

Vor diesem Hintergrund muss die Frage erlaubt sein, ob das Antisemitismusverständnis gemäß der IHRA-Definition, auf welcher die von Herrn Oberbürgermeister Burghardt zitierte Präambel der „Nationalen Strategie der Bundesregierung gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben“ beruht, wirklich als Grundlage für friedliche Beziehungen dienen kann. Eine Kritik des Zionismus oder an Handlungen des Staates Israel wird - anders als bei der Jerusalemer Erklärung zum Antisemitismus - durch diese nämlich weitestgehend ausgeschlossen. Fraglich scheint darum, ob diese Herangehensweise der Konfliktlage in Palästina angemessen ist. Denn der Schutz der palästinensischen Bevölkerung wird von Israel im Westjordanland und in Gaza sträflich vernachlässigt, Auflagen des Internationalen Gerichtshofs bleiben offensichtlich unbeachtet. Deshalb sollten verantwortliche Politiker in Deutschland ihren Entscheidungen die Menschenrechte und die Werte des Grundgesetzbuches, auf das sie ihren Eid geleistet haben, als Handlungsmaxime zugrunde legen und keinesfalls in Nibelungentreue eine Regierung unterstützen, welche den grundlegenden Werten des Grundgesetzes entgegen handelt. Die bedingungslose Unterstützung der israelischen Seite durch Deutschland macht uns mitschuldig an den Verbrechen, die der Staat Israel begeht. Darum müssen wir in unserer multiethnischen Stadt die Beachtung der Menschenrechte auf beiden Seiten und einen Waffenstillstand fordern.

Die Einseitigkeit der Parteinahme, die die Stadt durch die Hissung allein der israelischen Flagge bekundet, bedrückt und empört viele Bürger dieser Stadt. Als Zeichen der Anerkennung der Not der Palästinenser und des Unrechts, das den Zivilisten und insbesondere den Kindern geschieht, müsste bei uns in der Stadt viel mehr geschehen, u.a. sollten beide Flaggen oder keine gehisst werden. Dies käme den Friedensbemühungen in der Stadt gewiss entgegen. Friedensbemühungen können nicht einseitig erfolgen, sondern erfordern immer Empathie für die Opfer auf beiden Seiten.

Filme über Atomkriegsszenarien

06.03.2024: Presseerklärung
Der Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung hatte sich 2016 wegen der Gefahr eines atomar geführten Krieges im Gefolge des Ukrainekonflikts gegründet, um gegen die atomare Teilhabe Deutschlands und für ein Atomwaffenverbot einzutreten. 
Die aktuelle Bedrohungslage im Ukrainekrieg macht einen atomar geführten Krieg noch wahrscheinlicher. Da außerdem die atomaren Supermächte fast alle vertraglichen Rüstungsbegrenzungen gekündigt haben, ist auch die Wiederaufnahme von Atomwaffenversuchen zu befürchten.
Daher möchte der Friedenstreff sich mit Spielfilmen aus 6 Jahrzehnten über atomare Kriegsszenarien beschäftigen. Am Sonntag, den 10.03.2024 ab 19:00 Uhr wird die Filmreihe im Freiwerk, Hügelstr. 11 mit einem Dokumentarfilm über die Auswirkungen der Atombombenversuche in den 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts fortgesetzt.
Der Eintritt zu dieser Filmreihe ist kostenlos (wegen des beschränkten Platzangebots melden sich Interessenten bitte unter der 0162 5265811 an). Im Anschluss an die Betrachtungen wird wie jedes Mal die Möglichkeit zu zwanglosem Gedankenaustausch gegeben sein.

Spielfilme über Atomkriegsszenarien

31.01.2024: Presseerklärung
Der Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung hatte sich 2016 wegen der neuerlichen Gefahr eines atomar geführten Krieges im Gefolge des Ukrainekonflikts gegründet, um gegen die atomare Teilhabe Deutschlands und für ein Atomwaffenverbot einzutreten. Angesichts der aktuellen Bedrohungslage im Ukrainekrieg, der im Falle einer aktiven Beteiligung  der Nato die Entwicklung hin zu einem atomar geführten Krieg höchst wahrscheinlich macht, möchte der Friedenstreff sich mit Spielfilmen über atomare Kriegsszenarien beschäftigen. Dazu wird der Friedenstreff Spielfilme aus 6 Jahrzehnten zu diesem Thema im Freiwerk, Hügelstr. 11, in kleinem Kreis zum Gegenstand der Betrachtung machen. Der Eintritt zu dieser Filmreihe ist kostenlos. (Wegen des beschränkten Platzangebots melden sich Interessierte bitte unter der Nummer 0162 5265811 an.)

Diese Filmreihe soll - zwei Tage vor dem Vortrag von Frau Hagen in der Rotunde des Rathauses über gegenwärtige Atomwaffenentwicklungen - am Sonntag, 4.2., um 18 Uhr mit Demonstrationen aus und Reflektionen zu dem viel beachteten, aber überlangen zeitgenössischen Film über J. Robert Oppenheimer, „den Vater der Atombombe“, eröffnet werden. Im Weiteren werden sicherlich "Wackersdorf" (2019) „Todesstaub“ (2007) und „Dr. Seltsam oder wie ich lernte die Bombe zu lieben“ (1964) thematisiert werden. Interessierte sind eingeladen bei der weiteren Programmgestaltung  mitzuwirken. Im Anschluss an die Beschäftigung mit den Filmen wird die Möglichkeit zu zwanglosem Gedankenaustausch gegeben sein.

Auswertung der Bürgermeister-Kandidatenbefragung zur Stichwahl in Groß-Gerau 2023

24.10.2023: Presseerklärung
Friedenspolitische Fragen an die Bürgermeister-Kandidaten

Der Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung (fru) stellte den Bürgermeister-Kandidaten Herrn Jörg Rüddenklau und Frau Monika Freitagsmüller verschiedene Fragen zu friedenspolitischen Themen. Erfreulicherweise nahmen beide Kandidaten eine positive Haltung zu unseren Fragen nach einem kommunalpolitischen Friedensengagement ein.

Die Frage, ob sie als sich als Bürgermeister dafür einsetzen wollen, dem Bündnis der „Bürgermeister für Frieden“ beizutreten, befürworteten beide uneingeschränkt.

Gewisse Differenzen gab es zu der Frage einer Koordinationsstelle. Frau Freitagsmüller möchte in Groß-Gerau eine eigene Stelle für einen Friedensschutzkoordinator anstreben. Herr Rüddenklau sieht für solch eine Stelle derzeit keine Priorität, da es für unsere Gesellschaft im sozialen Bereich Stellen zu schaffen gilt, die ebenso wichtig sind. Aufgrund enger finanzieller Mittel komme eventuell in Betracht, die Koordinierungsaufgabe für kommunalpolitische Friedensschutzarbeit an eine bestehende Stelle anzugliedern.

Beide befürworten den ICAN-Appell, fordern also den Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag und damit auch den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland, der von der Stadtverordnetenversammlung Groß-Geraus bereits im Juni 2019 unterzeichnet wurde.

Herr Rüddenklau möchte für die Friedensschutzförderung Initiativen, die sich für den Frieden einsetzen, besser vernetzen. Er unterstützt die Haltung der Stadt Groß-Gerau gegen den Ukraine-Krieg und befürwortet mit dem Recht zur Selbstverteidigung auch Waffenexporte in die Ukraine. Ihm sei die Schwierigkeit dieser Haltung durchaus bewusst, da dies seiner Einstellung gegen jeglicher Art von Krieg widerspreche.

Frau Freitagsmüller betont stärker ihren persönlichen Einsatz und will sich energisch gegen jegliche Form der Hetze und Fremdenfeindlichkeit und für Integration und Toleranz einsetzen.

Da beide Kandidaten dem Netzwerk „Bürgermeister für Frieden“ beitreten wollen und eine aktive kommunale Friedensschutzarbeit beabsichtigen, ist der Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung auf deren Umsetzung gespannt. Der fru möchte sich mit gewaltfreien und friedlichen Konfliktlösungsversuchen gerne unterstützend einbringen und freut sich, wenn weitere Unterstützer aus Groß-Gerau mit ihm in Kontakt treten: www.friedenstreff.jimdosite.com

Infostand beim Friedensfest in Wiesbaden

Zum Antikriegstag wurde ein Friedensfest in Wiesbaden organisiert, an dem sich der Friedenstreff mit einem Infostand beteiligte. Zur Veranstaltung hat eine Aktive einen Kommentar verfasst:

Am 1. September 2023 fand im Außenbereich des WI-Schlachthofs ein Friedensfest zum Antikriegstag statt. Das Motto lautete: „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“

Zu Beginn sprach ein junger Mann, der den Schlachthof vertrat (?). Die Rede war in Ordnung. Es folgten gute Beiträge von Connection e.V. und der DFG-VK. Auch der letzte Redebeitrag von Bruno Kern war aufrüttelnd und vehement gegen jeden Kriegseinsatz...

– Aber dazwischen glaubte ich mich im „falschen Film“. Ein Gewerkschafter warb massivst (leider schweren Herzens!!) für Waffenlieferungen und dann trat eine junge Ukrainerin auf, die weinend um mehr „militärische Unterstützung“ bat. Es folgte ein Musikbeitrag, dabei kam ein mir nicht bekanntes Instrument zum Einsatz. Ganz sicher bin ich mir nicht, aber es war wohl eine Bandura. Es hieß, dieses Musikinstrument hätte im Krieg eine hohe Symbolkraft.

Als ich lautstark gegen soviel Kriegspropaganda protestierte und meine pazifistische Haltung begründen wollte, wurde ich sehr rigoros daran gehindert: „Ich stünde nicht auf der Rednerliste“!


Schon viele Jahre/Jahrzehnte nehme ich am 1.9. an Antikriegstagen teil – meist in Ffm. Aber dieser Tag in Wiesbaden war in Teilen ein Desaster. Wir hatten auch nur den Platz hinter dem Schlachthof, weit weg vom eigentlichen Geschehen...


Kristina, Pazifistin von Jugend an

Mahnwache zu den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki in Rüsselsheim

Vom 6.–9. August 2023 war der Friedenstreff mit einem Pavillon auf dem Gemeindeplatz vor dem evangelischen Gemeindehaus in der Marktstraße vertreten, um an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima (06.08.1945) und Nagasaki (09.08.1945) zu erinnern.
Ein Zusammenschnitt aus Reden, die von Oberbürgermeister Udo Bausch, Landrat Thomas Will, Pfarrer Andreas Jung und Christel Göttert zum Abschluss der Mahnwache auf dem Gemeindeplatz gehalten wurden, findet sich auf YouTube.

Gegen Atomwaffen, für den Frieden – Infostand in Ginsheim-Gustavsburg

08.07.2023

Teilnahme an Aktivitäten zu Air Defender in Mainz-Kastel

17.06.2023

Kundgebung auf dem Hessentag in Pfungstadt

10.06.2023
YouTube (Willfried Jaspers, Quer-TV)
YouTube (DFG-VK Hessen, Teil 1)

YouTube (DFG-VK Hessen, Teil 2)

YouTube (DFG-VK Hessen, Teil 3)

 

Infostand gegen Bundeswehr auf dem Hessentag in Pfungstadt

Am Samstag, 20.05.2023, verteilten einige Aktivisten des Bündnisses „Friedlicher Hessentag" im Zentrum Pfungstadts ein Flugblatt, um auf ihre Kundgebung am 10.06.2023 ab 12 Uhr vor dem Eingang zur Waffenschau der Bundeswehr hinzuweisen. Das Bündnis wendet sich generell gegen Militärauftritte auf Volksfesten und insbesondere dagegen, dass bei solchen Gelegenheiten auch Kinder und Jugendliche unbewusst für militärlogisches Handeln, also für Konfliktlösungen durch Gewalt, geworben werden, was jedem offiziellen Erziehungsziel in Kindergärten und Schulen widerspricht.

Das Flugblatt sowie auch Bekleidungsangebote mit dem entsprechenden Aufdruck kann man hier finden: https://www.friedlicher-hessentag.de/index.php?material

Gegen Bundeswehr-Werbung an der WHS Rüsselsheim

04.02.2023
Berufs-/Ausbildungsmesse an der Werner Heisenberg-Schule Rüsselsheim: Der Friedenstreff nahm den Protest gegen die Bundeswehr wieder auf und verteilte Flugblätter.

Infostand am Naturfreundehaus

Wir informierten am Sonntag, den 4. September 2022, auf dem Sommerfest der Naturfreunde Rüsselsheim unter anderem über die Auswirkungen des militärischen Flugverkehrs im Luftraum TRA Lauter auf die Umwelt und Bewohner*innen der betroffenen Gebiete (s. Bilder). Es gab die Möglichkeit, sich mit zahlreichen Informationsmaterialien zu verschiedenen Themen und Aktivitäten der Friedensbewegung zu versorgen und mit Besucher*innen des Sommerfestes der Rüsselsheimer Naturfreunde ins Gespräch zu kommen. Ja zu Abrüstung und zum Schutz ziviler Bevölkerungen, Nein zum Sondervermögen für militärische Zwecke!

Aktivität des Friedenstreffs während der Hauptphase der Corona-Pandemie

Von Anfang 2020 bis Sommer 2022 stellte der Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung seine Präsenzversammlung weitestgehend ein. So blieb der Friedenstreff über telefonische Absprachen sowohl in Büchel als auch in Ramstein präsent. Die Aufrechterhaltung des Bündnisses für einen friedlichen Hessentag erforderte in den 3 Jahren, in welchen der Hessentag nach monatelangen Vorbereitungen jeweils abgesagt wurde, viel Energie.
Innerhalb des Stadtgebiets wurden in diesen Pandemiezeiten im DIN A4 und A3-Format Plakate mit antimilitaristischen Inhalten aufgehängt, deren ordnungsgemäßer Zustand regelmäßig kontrolliert wurde und die auch öfter ausgewechselt und ergänzt wurden. Zuletzt traten bei diesem Versuch das Stadtbild von uns aus in Richtung einer aktiven Friedensschutzstadt zu verändern gewisse Spannungen mit der Ordnungsbehörde auf, sodass in Zukunft genauere Aushandlungen mit dieser notwendig werden. Gespannt sein dürfen wir darauf, wie die Stadt die angestrebte Visualisierung des Friedenswunsches im Erscheinungsbild der Stadt realisieren wird (angedacht sind Bilder aus den Schülerwettbewerben der Bürgermeister für Frieden und des DFG-VK).

Russland und Ukraine

12.04.2022: Leserbrief und Vorgeschichte

Biografisches

Seit 1969 bin ich als Student der Slawistik und der osteuropäischen Geschichte, später als Lehrer (auch mit Schülergruppen) und Pensionär dutzende Male durch die ostslawischen Gebiete gereist. In Zeiten der Sowjetunion konnte man von Uzgorod bis Lemberg eine besondere Stimmungslage „fühlen“, ansonsten erschien dem Reisenden die Unterteilung der ostslawischen Siedlungsgebiete in einzelne Republiken eher dem Bedürfnis geschuldet, in der UNO, aber auch innerhalb der UdSSR mit mehreren slawischen Republiken vertreten zu sein. Arbeitsmigration, Eheschließungen usw. waren zwischen den ostslawischen Siedlungsgebieten (anders als mit Vertretern kaukasischer und muslimischer Völker) eine Selbstverständlichkeit. Von den nach dem 2.WK im Westen noch lange andauernden Kämpfen und -trotz Nachfragen- auch der Hungersnot Anfang der 30-Jahre, die ja alle reicheren Agrargebiete (Kulaken) der UdSSR betraf, konnte/ wollte mir vor Glasnost niemand berichten. Auf der Krim allerdings erfuhr ich, dass sie ukrainisch sei, was den Gesprächspartnern in Sowjetzeiten jeweils als nicht besonders wichtiger Witz vorkam.


In der neuen ukrainischen Republik nach 2004 war die rasante Verbreitung von Bandera-Denkmälern, der dann auch schon zum Nationalhelden gekürt worden war, augenfällig und für mich erschreckend. Ich habe allerdings damals versäumt, danach zu fragen, inwieweit diese Denkmäler überall freiwillig errichtet worden waren und wie die Bevölkerung im Osten darüber dachte. Nach 2014 fiel mir insbesondere auf, dass viele jüngere Russischsprachige, die i.w. in der neuen Ukraine aufgewachsen waren, wie ukrainische Nationalisten argumentierten. Damals wurde russisch im privaten Gebrauch allerdings noch selbstverständlich benutzt. Etliche ältere „ukrainische Nationalisten“ konnten noch gar kein ukrainisch, plädierten aber für ukrainisch als verpflichtende Nationalsprache. Besonders auffällig waren mir die recht willkürlichen Geschichtserzählungen über die Entstehung der Ukraine, z.B. die Ukrainisierung der i.w. ostslawischen (auch warägisch, finnisch, baltisch) Kiever Rus', die Behauptung einer ukrainischen Kontinuität östlich des Litauerreiches in tatarischen Zeiten, die große Verehrung für Katharina und Vertreter der russischen Feudalaritokratie, die Ende des 18.Jh. das Land von den Tataren bzw. deren Heerzügen befreiten und die - weithin russische - Neubesiedlung sowie die Eingliederung „Neurusslands“ in russischen Verwaltungsstrukturen organisierten. Die Bedeutung von Lenin und Stalin sowie der Sowjetunion für die Schaffung einer ukrainischen Staatlichkeit wurde weder von den Rechten noch von den - zumeist jüngeren - Aktiven reflektiert, Lenindenkmäler (keineswegs Katharinadenkmäler!) wurden überall gestürzt.


Einige Überlegungen zur Konfliktentwicklung in der Ukraine seit 2014

  1. Kaum glaublich ist, dass die Hybris der EU, ihr Partnerschaftsangebot mit dem Zwang zum Ausscheiden aus den gewachsenen ökonomischen Beziehungen mit Russland zu verknüpfen, nur durch Dummheit zu erklären ist. Der Wille zum Kampf gegen Russland und zur Spaltung der Ukraine waren dabei gewiss schon vorhanden. Im Weiteren fällt die Schwäche der EU bzw. des „alten Europa“ auf: Paris und Berlin verhandeln einen „friedlichen Übergang“ mit Janukowitsch, die „US-Batallione“ faschistoider Bewaffneter konterkarieren diesen sofort mit einem Putsch. Die Minsk-Verträge werden anschließend zwar noch von den Europäern ausgehandelt und geschlossen, aber dank der Unterstützung der USA und „Neueuropas“ denkt keine Kiewer Regierung daran, eine Verfassungsreform innenpolitisch auch nur zu diskutieren. Stattdessen wird die kriegerische Rückeroberung des Donbass und der Krim immer verpflichtender dargestellt (bis hin zum Präsidentenerlass vom 24.3. 2021). In disziplinierter Gefolgschaftstreue wurde bei uns die Verweigerung der Vertragserfüllung durch Kiev nie thematisiert, selbst die Sperrung der Wasservergung der Krim blieb unkritisiert. Stattdessen wurde ständig freies, zweckungebundenes Geld überwiesen, mit welchem Kiev seine Waffenkäufe für den Abnutzungskrieg im Donbass finanzieren konnte. Gleichzeitig wurde dieses oligarchisch korrupte System mit rassistischen Untertönen uns als ein Hort von Demokratie verkauft, nie wurden Hilfen ernsthaft an Strukturveränderungen gebunden. Sowohl die Aufrüstung samt Rückeroberungsabsicht als auch die rücksichtslose Ukrainisierungspolitik waren bei uns in der Öffentlichkeit kein Thema. Auch die Dauerfluchtbewegung aus dem Donbas (überwiegend nach Russland) als Folge der unablässigen Beschießungen wurde weithin verschwiegen. Insofern hat die Presseberichterstattung einen wesentlichen Anteil daran, dass die westeuropäische Bevölkerung fassungslos und völlig unvorbereitet dem Überfall Russlands gegenübersteht.
  2. Ein Perspektivenwechsel zum Ukrainekrieg? Oder „Putin, der Schreckliche“? Als Russland letztes Jahr angesichts der ständigen Erweiterungsabsichten der Nato und Waffenlieferungen seitens GB und USA in die diplomatische Offensive ging, um den Dauerkrieg an den Grenzen des Donbass zu beenden und eine Garantie zu erhalten, dass die Nato keine Erweiterungen und Aufrüstungsmaßnahmen mehr vornehme, erhielt es eine wahrlich unverstehbare, aber erschreckende Botschaft: Die Ukraine ist ein souveräner Staat. Sie kann natürlich Antrag auf Bündnismitgliedschaft stellen. Sie kann auch alle Waffen kaufen (oder geschenkt erhalten). Das geht Russland gar nichts an. Allerdings ist die Ukraine noch kein Natomitglied. Folglich wird die Nato nicht militärisch eingreifen, falls Russland sich entschließt, die Ukraine jetzt zu überfallen. Also Dauerkrieg im Donbass gegen die Instrukteure und die Waffen der Nato oder Überfall jetzt – wahrlich die Skylla- und Charybdis-Falle unseres von „Menschenrechten und Friedenswillen“ geleiteten Militärbündnisses. Hat man seitens der USA am Ende die Neutralität der Ukraine, die jetzt wohl nur noch durch einen Atomkrieg, also dem mutmaßlichen Ende der menschlichen Geschichte, verhinderbar ist, nur darum nicht gleich zugestanden, um Russland in diesen Krieg zu nötigen und damit die EU-Länder zu einem Abbruch der Beziehungen mit diesem „Reich des Bösen“, welches genau wie die Nato völkerrechtswidrige Kriege zu führen wagt, zu zwingen? Das Ziel der Einordnung der EU in die US-Konfliktstrategie ist jedenfalls ideal erreicht worden, nur mussten halt etliche Tausend junge Ukrainer und Russen dafür leiden und sterben.

(Selbst wenn ich von der unvermeidbaren Permanenz des Krieges ausgehe, halte ich persönlich in Anbetracht der seit 2014 zunehmend antirussischen Stimmungslage in der Ukraine die Entscheidung zum Überfall allerdings für einen schwerwiegenden Fehler, da im Falle eines Gelingens der Eroberung und anschließender Besetzung statt eines begrenzteren Bürgerkriegs im Donbass ein langwieriger in weitesten Teilen der Ukraine bevorstehen dürfte.)

Eine andere Sicht oder was Putin gesagt bekam

Mit dem Putsch 2014 begann in der Ukraine der Versuch einer gewaltsamen Unterdrückung anderssprachiger Bürger, insbesondere der russischsprachigen, die über ein Drittel der Bevölkerung bildeten. Einige Teile im Osten und die Krim wehrten sich und suchten Hilfe bei Russland. Es kam zu den Minsker Verträgen mit den Bestimmungen über die Föderalisierung der Ukraine und Waffenruhe. Die USA und GB verstärkten die Kiever Regierung jedoch Minsk zu ignorieren und begannen massiv Waffen zu liefern und Instrukteure zu schicken, so dass Kiev nicht nur den Krieg im Osten unentwegt fortführte und der Krim die Wasserversorgung abschnitt, sondern im März 2021 auch die Rückeroberung dieser Gebiete ankündigte. Jetzt sah sich Russland zum Handeln gezwungen und wandte sich an die Nato und speziell die USA mit der Forderung die Ostexpansion einzustellen und speziell die militärische Aufrüstung der Ukraine zu stoppen. Bemerkenswert ist die unnachgiebige Antwort: Die Ukraine ist ein souveräner Staat. Sie kann natürlich Antrag auf Bündnismitgliedschaft stellen. Sie kann auch alle Waffen kaufen (oder geschenkt erhalten). Das geht Russland gar nichts an. Allerdings ist die Ukraine noch kein Natomitglied. Folglich wird die Nato nicht militärisch eingreifen, falls Russland sich entschließt, die Ukraine jetzt zu überfallen. Also Dauerkrieg im Donbass gegen die Instrukteure und die Waffen der Nato oder Überfall jetzt – wahrlich die Skylla- und Charybdis-Falle unseres von „Menschenrechten und Friedenswillen“ geleiteten Militärbündnisses. Die USA und die Nato hatten die Basis der Charta von Paris schon mit der Natoosterweiterung und dem Krieg gegen Jugoslawien zerstört und seit 2014 immer klarer Russland als Feind definiert. Infolge der russischen Kriegsausweitung in der Ukraine hat die USA nun jedenfalls ihr Ziel erreicht, dass die EU und die Nato sich ihrem Weltbild mit Hurra anschließen. Gorbatschows europäisches Haus war für die Ideologen des US-Exzeptionalismus bzw. für die Strategen der „Weltführungsmacht“ immer ein ungeliebtes Konkurrenzmodell.

14.03.2022 


Manchmal geschehen doch Zeichen von Wunder!

Die fnp will unseren Brief zur selektiven Solidarität mit Geflüchteten also tatsächlich veröffentlichen. (Zur Erläuterung: Ich hatte unsere Stellungnahme außer an die Mainspitze/Echo auch als persönlichen Leserbrief an weitere -überregionale- Zeitungen gesandt).

Hier nochmal die - von Heinz-Jürgen und ganz besonders auch Christel mitgeschriebene - Schlussfassung des Leserbriefs:

Selektive Solidarität mit Geflüchteten

Gewiss begrüße und unterstütze ich die wohltuende,weit verbreitete Solidarität mit den Geflüchteten aus der Ukraine. Die einfühlsame Berichterstattung über das Schicksal der Betroffenen sowie die Nähe zum Kriegsgeschen spielen hierfür eine große Rolle.Eine solche Solidarität wurde bisher bei Geflüchteten aus anderen Regionen nicht gezeigt. Gibt es ein Umdenken? Afghanische und irakische Familien wurden vor kurzem an der weißrussischen Grenze von polnischen Beamten noch in den Kältetod getrieben. An den anderen Außengrenzen werden die Menschen kriminalisiert, die Geflüchtete vor dem Ertrinken oder Hungern bewahren wollen. Diejenigen, die es dennoch in die EU geschafft haben, werden unter unsäglichen Bedingungen in Lagern konzentriert.Bei der Bombardierung von Jugoslawien 1999, Afghanistan 2001, Irak 2003, Libyen 2011 durch Länder des Natobündnisses hielt sich das Mitgefühl mit den Zehntausenden von Toten und Entwurzelten durchaus in engen Grenzen und wurde öffentlich kaum wahrgenommen. Dass im Irak ein Viertel der Bevölkerung aufgrund der westlichen Intervention flüchtete, berührte bei uns nur wenige. Das Mitgefühl mit den Hungernden in Afghanistan ist - nach 20 Jahren äußerst kostspieligem Interventionskrieg der Nato - wenig verbreitet, die Unterstützung dringend nötig, doch die Medien halten sich mit Hilfsaufrufen sehr zurück. Während die dortigen Kriegsgewinnler ihre vom westlichen Steuerzahler finanzierten Korruptionsgelder jetzt ungestört in westlichen Ländern genießen können, werden die afghanischen Leidtragenden dem Hunger überlassen und an den EU-Außengrenzen zurückgeprügelt.Dass unsere Bevölkerung heute sehr hilfsbereit, solidarisch und spendenfreudig ist, erfreut mich sehr. Wir müssen uns angesichts dieses nur selektiv verbreiteten Mitgefühls aber auch fragen, welche althergebrachten rassistischen Gefühlssperren bestehen und ob die neue schreckliche Situation nicht auch benutzt wird, um mit einer erschreckenden antirussischen Propaganda den Rüstungs- und Kriegswillen auch im deutschen Volk – und nicht nur bei den Regierenden und Medieneignern – zu verbreiten. Eine Frieden fördernde Politik mit allen notwendigen Maßnahmen ist eine große, uns alle herausfordernde Aufgabe für die Zukunft.

21.09.2021 Anlage zum Protokoll Vorstellung des Friedensschutzbüros

Hintergrund

2019 trat OB Udo Bausch dem weltweiten Städtebündnis der Mayors for Peace, der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für den Frieden, bei. Dieses Bündnis wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Er hat das Anliegen formuliert, dass sich eine solche Katastrophe wie die Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki niemals wiederholen dürfe. Insbesondere Städte sind von der atomaren Bedrohung betroffen. Gleichzeitig sind die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für die Sicherheit und das Leben ihrer Bürger*innen verantwortlich. So versucht die Organisation der Mayors for Peace durch Aktionen und Kampagenen die weltweite Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern und deren Abschaffung zu erreichen. Dabei stehen drei Ziele im Vordergrund.

Ziel A: Eine Welt ohne Atomwaffen verwirklichen

Atomwaffen sind die größte Bedrohung für die Sicherheit des Lebens von Bürgerinnen und Bürgern überall auf der Welt, denn vorrangig die Städte und die darin lebenden Menschen sind die Ziele von Atomwaffen. Der Einsatz von Atomwaffen würde katastrophale Folgen auf der ganzen Welt zur Folge haben. Die Mayors for Peace streben eine Welt ohne Atomwaffen an. Sie fordern die Vereinten Nationen und die nationalen Regierungen auf, konkrete Maßnahmen zur vollständigen Abschaffung der Atomwaffen zu ergreifen. Rüsselsheim hat mit der Unterzeichnung des ICAN-Städteappells die Bundesregierung aufgefordert, dem Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten.

Ziel B: Sichere und widerstandsfähige Städte verwirklichen

Die Mitgliedsstädte der Mayors for Peace verpflichten sich, die UN-Nachhaltigkeitsziele, insbesondere in Bezug auf Frieden, Städte und Bildung zu verfolgen. Um die Sicherheit der Bürger*innen in ihren Städten zu gewährleisten, ist es die Aufgabe der Mitgliedsstädte, friedensrelevante Themen herauszuarbeiten und das Angehen und Lösen dieser Aufgaben zu unterstützen. Die Themen können sehr vielfältig sein. Die vordringlichen Themen für Rüsselsheim am Main sollen erarbeitet, priorisiert und angegangen werden.

Ziel C: Förderung einer Friedenskultur

Die Mayors for Peace streben an, ein Umfeld zu schaffen, das eine friedensorientierte Haltung ermöglicht, die die Abschaffung von Atomwaffen erleichtert. Die Vorstellung ist, eine Zivilgesellschaft zu entwickeln, in welcher die Bürger*innen sich solidarisch für die Verwirklichung eines friedlichen Zusammenlebens einsetzen. Erreicht werden kann dies durch eine Bewusstseins-Schaffung der Bedeutung des Friedens durch Musik-, Kunst- und Theaterveranstaltungen, die jeweils den Wunsch nach Frieden ausdrücken, aber auch durch Sport und andere Aktivitäten, die Menschen emotional über Sprachbarrieren hinweg verbinden. Weiterhin ist Öffentlichkeitsarbeit zu relevanten friedenspolitischen Anlässen ein wichtiger Baustein.


Der Magistrat der Stadt Rüsselsheim am Main hat das Friedensschutzbüro aufgefordert, ein Friedensschutzkonzept zu erarbeiten. Ein wichtiger Bestandteil der Friedensschutzarbeit besteht in der Einbeziehung aller in der Stadt aktiven Friedensakteur*innen. In der Aufgabenstellung bezieht sich das Friedensschutzbüro auf den Aktionsplan der Mayors for Peace. Eine alle Bereiche umfassende Friedenserziehung soll einen besonderen Schwerpunkt bilden.

Flaggenhissung des „Bürgermeisters für den Frieden“

08.07.2021
Oberbürgermeister Udo Bausch hisst die Flagge vor dem Rathaus Rüsselsheim.

Atomwaffenverbotsvertrag, ICAN-Appell

2017 Atomwaffenverbotsvertrag (Inkraftsetzung Januar 2021). Daraufhin verstärktes Hinarbeiten, um den lokalen Widerstand gegen den Atomkriegskurs der Bundesregierung zu stärken, zunächst durch Gewinnung von Mayors for Peace (Landrat Will 2018, Oberbürgermeister Bausch 2019, Ginsheim-Gustavsburg 2022), ab 2019 auch durch Gewinnung von kommunalen Unterstützern des ICAN-Appells (Rüsselsheim 2021).

Etablierung eines Friedensschutzbüros in Rüsselsheim

01.01.2021
Ab Januar 2021 arbeitet Frau Sandner als Friedensschutzbeauftraggte zwecks Unterstützung des „Bürgermeister für Frieden“ mit voller Stelle. Im Mai 2021 beschließt die Stadtverordnetenversammlung einstimmig den Beitritt zum ICAN-Appell.
Die Friedensschutzbeauftragte wird von Beginn an durch den Friedensschutzkreis unterstützt, welchem mehrere Mitarbeiter des Friedenstreffs angehören (ansonsten auch des VdK, der Ev. Kirche und der Kath. Betriebsseelsorge). Ein Grundsatzpapier wird nach Austausch mit vielen städtischen Gremien und Vereinen erarbeitet. Genaueres zu den Veranstaltungen findet sich auf der Seite des Friedensschutzbüros. Auch die vielen -teils unfruchtbaren- Gespräche des Friedenstreffs mit verschiedenen Gremien von Stadt und Gewobau bezüglich der Neugestaltung des Friedensplatzes nach dem Bezug des Neubaus der Gewobau werden nun vom Friedensschutzkreis weitergeführt.

Flaggenhissung des „Bürgermeisters für den Frieden“

08.07.2020
Bürgermeister Dennis Grieser hisst in Vertretung für den Oberbürgermeister Udo Bausch die Flagge der „Mayors for Peace“ vor dem Rathaus Rüsselsheim. Links der Flagge sind Heinz-Jürgen Krug für den fru und Christel Göttert für die nicht mehr existente RFI zu sehen.

„Bürgermeister für Frieden“

Von 2018 bis 2022 werden viele Gespräche mit dem Oberbürgermeister und anderen Gremien hinsichtlich der friedenspolitischene Positionierung der Stadt geführt. 2019 wird der Rüsselsheimer Oberbürgermeister, Herr Bausch, Mitglied der „Bürgermeister für Frieden“ (nach Zustimmung von Magistrat und Stadtverordnetenversammlung). Erinnerung und Ermunterung der Bürgermeister für Frieden im Nordkreis (Mörfelden-Walldorf, Landrat, Rüsselsheim, Nauheim, Ginsheim-Gustavsburg) sowie die Werbung dafür bei den Bürgermeisterkandidaten in den Nachbargemeinden werden zu einer weiteren Daueraufgabe des fru.

Leuchtendes Vorbild Friedrich Meister

2019 schlug der Friedenstreff in folgender Form Friedrich Meister als „Leuchtendes Vorbild“ vor, weil er als einziger Rüsselsheimer Bürger den Kriegsdienst verweigert hat und infolgedessen verfolgt wurde:

Wir vom Friedenstreff Rüsselsheim und Umgebung schlagen Friedrich Meister als „Leuchtendes Vorbild“ vor.

Quellenlage:

Wir legen unserer Wertung insbesondere die Informationen zugrunde, 

  • die wir den ausführlichen Interviews von Herrn Klaus Pflügner mit Herrn Meister aus dem Jahre 1986, welche im Stadtarchiv bewahrt werden, entnehmen konnten
  • welche die Aktion Stolpersteine zusammengetragen hatte: Echo online vom 30.11. 2011, Stolpersteine Rüsselsheim, den Film von der Verlegung des Stolpersteins vor seinem Haus)
  • die uns Frau Waltraut Ruf, Heppensteiner Str. 65, im Februar 2019 in einem längeren Gespräch und vermittels ihrer handschriftlichen Aufzeichnungen mitteilte. Frau Ruf, Jahrgang 1931, betonte die Nähe ihrer Eltern zu Herrn Meister, auch habe sie ihn von Kindheit an gekannt und bis zu seinem Tod mit ihm in Verbindung gestanden. Der uns von ihr benannte Herr Hart, ehemaliger Alpenvereinsvorsitzender aus Weilbach, Am Schlag 20, ebf. Jahrgang 1931, von dem wir uns weitere Aussagen über Herrn Meisters Leben und Vereinstätigkeit als Jugendwart in der Zeit nach dem Krieg erhofften, konnte den Informationen von Frau Ruf über dessen eher zurückgezogenes und unauffälliges Leben nach dem Untergang des nationalsozialitischen Staates nichts hinzufügen. Selbiges Bild zeichnet auch sein Sohn in der Rede bei der Verlegung des Stolpersteins zum Gedenken an seinen Vater in dem obigen Film auf youtube.

Wir folgten in den Grundzügen der lebendigen Erzählung von Frau Ruf über ihre Erinnerungen an Herrn Meister. Wenn zwischen den Quellen im Detail doch bisweilen Widersprüche auftauchten, folgten wir jedoch den Informationen, die Herr Meister selbst im Gespräch mit Herrn Pflügner gab. Das Gesamtbild, das sich so ergibt, ist aber in sich stimmig und i.w. widerspruchsfrei.

Die uns wichtigen Kerndaten seiner Biografie

Aufgrund unserer Informationen entsteht das Bild eines langen Lebens, 1909 bis 2007, das zumeist (bis zum Eintritt in den Rotfrontkämpferbund 1928 sowie nach dem Krieg) von Zurückhaltung und privater Lebensgestaltung geprägt war, über die wir wenig erfahren konnten, was von öffentlichem Interesse wäre. Nach dem Krieg wurde dieser Rückzug gemäß seinem Zeugnis auch wegen der Ungerechtigkeiten in den Entnazifizierungsverfahren, welche den Opfern keine Gerechtigkeit habe widerfahren lassen, der Restauration der alten Besitzverhältnisse bei Opel und der Verfolgung seiner Kampfgenossen aus der kommunistischen Partei in den 1950-er Jahren verursacht. Aus der entschiedenen Ablehnung der Atomenergie, die gegen Ende des langen Interview von 1986 deutlich wird, aber auch in der –ebf. dort belegten- bewussten Abkehr von den kommunistischen Dogmen seiner Jugendzeit, darunter auch der kritischen Reflektion des „bewaffneten Kampfes“, wird aber deutlich, dass er bis ins hohe Alter mit wachem Verstand die kulturellen und politischen Vorgänge reflektierte und als wählender Bürger daraus seine Schlüsse zog.

Bemerkenswert und allemal wert als „Leuchtendes Vorbild“ in Erinnerung bewahrt zu werden, ist aber Friedrich Meisters Verhalten in der Zeit der sich anbahnenden und der sich vollendenden Katastrophe Deutschlands. Schon als junger Mann erkannte er die Gefahren, die mit dem Aufkommen der Nationalsozialisten verbunden waren, trat der KPD bei, verkehrte bewusst mit Juden und später auch mit Zwangsarbeitern, verhalf nach Möglichkeit zur Flucht. Und er war bereit, nötigenfalls im bewaffneten Kampf gegen die Nationalsozialisten sein Leben, seine Gesundheit und seine Freiheit aufs Spiel zu setzen. Nur die vorzeitige Entdeckung des von ihm und seiner Gruppe im Auftrag der KPD im Odenwald angelegten Waffendepots 1932 und die damit verbundene Verurteilung zu 16 Monate Zuchthaus hat diesen – in seinen Erfolgschancen wohl eher skeptisch zu beurteilenden - Plan zu entschlossenstem Widerstand verhindert. Wie Frau Ruf bezeugte, gab er den Kampf gegen die Naziherrschaft aber nie auf: Er habe in seinem Heimatort auf dem Turm der Ziegelei eine rote Fahne angebracht und mit Stacheldraht und Pech den Aufstieg so unzugänglich gemacht, dass diese erst nach Wochen abgehängt werden konnte. Auf dem Speicher ihres Elternhauses im Odenwald habe er heimlich Flugblätter hergestellt. Später habe er auf Druck von Parteiinstanzen in seiner Odenwaldgemeinde, die heute zu Reichelsheim gehört, keine Arbeit mehr erhalten und habe schließlich ab 1937 (dank der Vermittlung ihres Vaters, der auf dem Arbeitsamt beschäftigt war) bei Opel in Rüsselsheim eine Anstellung gefunden. Hier habe er in äußerlicher Anpassung (Hitlergruß in der Öffentlichkeit) versucht, als unentbehrlicher Facharbeiter sein Leben zu erhalten, sich aber geschworen, nie für dieses Regime zu kämpfen. Deswegen ist er, als er im Februar 1943 den Gestellungsbefehl erhielt, noch vor Beginn der Ausbildung desertiert und versuchte in die Schweiz zu flüchten. Dies misslang und er wurde in Konstanz aufgegriffen, wo gnädige Richter ihn nicht sofort hinrichten ließen, was der gängigen Praxis entsprochen hätte, sondern ihm mildernde Umstände zubilligten und ihn zu 12 Jahren Zuchthaus nach Kriegsende und unbegrenztem Strafvollzug während der Kriegsdauer verurteilten. Gegen Ende des Krieges geriet er infolge der Verlegung seiner Strafgefangenengruppe vor den anrückenden US-Soldaten auf einem „Todesmarsch“ aus dem Elsass nach Osten nochmals in Lebensgefahr. Halb verhungert gelang es ihm zu entfliehen und unter falscher Identität auf einem Bauernhof als Landarbeiter bis zum Kriegsende zu überleben.

Zur Würdigung

Friedrich Meister ist der einzige Rüsselsheimer, von dem wir wissen, dass er die Kriegsteilnahme verweigert hat, stattdessen desertieren wollte und für diesen Versuch schwer leiden musste, nur mit Glück überlebt hat. Wir vom Friedenstreff bewundern Herrn Meister aber auch darum, weil er es wagte, sich von Anfang an aktiv dem Nationalsozialismus zu widersetzen und sich dem verbrecherischen Kriegsdienst aufgrund seines Welt- und Menschenbildes kompromisslos zu verweigern. In Rüsselsheim hatte er auch Hitlers „Mein Kampf“ gelesen und das darin verbreitete Weltbild der Herrschaft des Stärkeren, des weißen Westeuropäers bzw des „Ariers“, in seiner Menschenfeindlichkeit erkannt und konsequent im Rahmen seiner Möglichkeiten bekämpft. Hätten die deutschen Männer sich massenhaft so antirassistisch, verantwortungsbewusst und mutig antimilitaristisch verhalten, dann hätte das nationalsozialistische Deutschland unser Land nicht in die Schande und Europa nicht ins Elend stürzen können.

In den gegenwärtigen Zeiten wird der Wahnsinn des Krieges auf höchstmöglichem technischen Niveau zwecks globaler Durchsetzung „unserer Werte“ immer noch geplant – infolge der Nato-Erstschlagsdoktrin zum Einsatz atomarer Waffen jetzt gar auf eine die gesamte Menschheit bedrohende Weise. Nur durch konsequentes Wahlverhalten und Teilnahmeverweigerung an solchen Gewaltexzessen hätte das Volk – derzeit noch - die Möglichkeit, die Kriegsbereitschaft sich militärisch überlegen dünkender staatlicher Repräsentanten zu hemmen. Jede Besatzungsherrschaft kann auf Dauer durch zivilen Widerstand gebrochen werden, nach einem Atomkrieg zwischen der Nato und Russland würde aber die Möglichkeit des Lebens überhaupt in Frage gestellt sein. Darum plädieren wir gerade in dieser Gegenwart und in diesem Rüsselsheim mit seinen heterogenen Jugendlichen dafür, Herrn Friedrich Meister zum „Leuchtenden Vorbild“ zu wählen.

Gründung des Bündnisses Friedlicher Hessentag

30.11.2019
In den folgenden Jahren Konsensvertiefung (siehe Webseite) und Vorbereitung der Aktionen/Veranstaltungen in Bad Vilbel (2020), Fulda (2021), Haiger (2022), die aber alle wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Seit Sommer 2022 Reorganisation der Webseite und Vorbereitung des Hessentags 2023.

Hessentag Bad Hersfeld

12.06.2019
Die Bilder für die kleine „Kunstausstellung“ am Stand in Bad Hersfeld hatte Martina Jäger von Attac Würzburg dem Friedenstreff bereits 2017 geschenkt und sie waren auch in Rüsselsheim am Aktionstag aufgehängt.

Europawahlkampf 2019

18.05.2019
Anlässlich des Europawahlkampfes 2019 „verschönerte“ der Friedenstreff den Europaplatz in Rüsselsheim mit antimilitaristischen/pazifistischen Motiven.

Veranstaltung zu „Sicherheit neu denken“

30.04.2019
Erste Veranstaltung zu Sicherheit neu denken mit Stephan Brües, einem Mitautor der Studie. Gemeinsam mit dem evangelischen Dekanat.

Vortrag und Diskussion in der IKS Rüsselsheim

Dezember 2018
Nach Flugblattaktionen gegen die Bundeswehr auf der Berufsmesse in der Kant- und der Heisenberg-Schule Rüsselsheim im Januar/Februar 2018 und zu weiteren Zeitpunkten kommt es zu einer Einladung in die Immanuel Kant-Schule, wo der Friedenstreff in der Aula referiert und mit Schüler*innen diskutiert. Im Zuge der Vorbereitung der einmaligen Veranstaltung sind Grundeinsichten und Hintergrundinformationen zu Krieg und Frieden entstanden.

Aktionen gegen den Bundeswehrauftritt auf dem Hessentag in Bad Hersfeld

Herbst 2018 bis Sommer 2019
Informelle Bündnisgründung.
(Zeitungsbericht)

Versammlungsfreiheit in Ginsheim-Gustavsburg

August 2018
Im August 2018 Verbot einer Versammlung in Ginsheim-Gustavsburg, in der Folge Durchsetzung der Versammlungsfreiheit durch Dienstaufsichtsbeschwerde gegen eine Verbotsverfügung des Magistrats und vermittels konkreter Aktionen vor Ort (Zeitungsbericht mit Bild).

Unterschriftensammlung am Bahnhof Rüsselsheim

08.05.2018
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Veranstaltung mit Christel Göttert

12.04.2018
Beschäftigung mit dem Werk Pfarrer Götterts. Über die Konzeption Pfarrer Götterts von Friedensförderung in einer „Friedensschutzstadt“ und anschließend deren Propagierung in verschiedenen Gremien der Stadt (2021: Schaffung eines „Friedensschutzbüros“ beim Mayor for Peace, 2021/2022 Mitarbeit an der Grundlegung einer Umsetzungsstrategie für diese Konzeption).

Seit 2010 ist Willi Göttert unter den Kandidaten für das „Leuchtende Vorbild“, aktuell (seit 2022) kam es zu einer neuen Hervorhebung seiner Person durch den Friedenstreff.

Werbung für „Frieden geht“ in Bruchköbel

30.03.2018
Wir bewarben den deutschlandweiten Marsch der Naturfreunde auf den Ostermärschen, hier in Bruchköbel.

Aktionen gegen den Bundeswehrauftritt auf dem Hessentag in Korbach

Herbst 2017 bis Sommer 2018
(Zeitungsbericht)

„Bürgermeister für Frieden“

Herbst 2017
Werbung bei Bürgermeister-Kandidaten in Rüsselsheim für „Bürgermeister für Frieden“ (Bericht und Bilder über Veranstaltung mit Bausch und Astheimer), deren Schwerpunkt ebenfalls dem Kampf gegen Atomwaffen dient

Veranstaltung mit Nina Eisenhardt (Grüne) und Thomas Carl Schwörer (DFG-VK)

Oktober 2017
Nach längerer Vorbereitung kam eine Veranstaltung mit Nina Eisenhardt (Grüne) und Thomas Carl Schwörer (DFG-VK) zwecks Beurteilung der Konzeption von militärischer Schutzverantwortung jenseits der UNO zustande.

Unterstützung der Wiederaufnahme der jährlichen Antiatomwaffenveranstaltung am 6.8.

August 2017
Am 6.8.1945 wurde die erste Atomwaffe auf Hiroshima abgeworfen.

Protest gegen Atombomben in Büchel

2010 hatte der Bundestag am 26.3. den Abzug der in Büchel stationierten Atomwaffen gefordert. Nun finden jährlich vom 26.3. bis zum 9.8. (Jahrestag des Abwurfs der zweiten Atombombe auf Nagasaki im Jahre 1945) Protestaktionen in Büchel statt. Im Jahr 2017 beschließt der Friedenstreff, außerdem die Proteste gegen die von Ramstein ausgehenden Drohnenmorde zu unterstützen.

Hessentag 2017 in Rüsselsheim

9.-18.06.2017
Hessentag in Rüsselsheim -> Rhein-Main-Bündnis gegen den Auftritt der Bundeswehr auf Volksfesten wie dem Hessentag. Daraus entwickelte sich im Weiteren bis 2019 das hessenweite Bündnis „Friedlicher Hessentag", in dessen Organisationsausschuss der fru ständig mitarbeitet. Schon in Rüsselsheim nahm der fru künftige Aktionsformen des Bündnisses vorweg: Mahnwachen vor dem Waffenlager und vor Militärkonzerten (jeweils mit Flugblattverteilung und Transparenten) sowie Vortragsveranstaltungen zur Hinterfragung derartiger Bundeswehrwerbung (zur Bundeswehrwerbung bei Jugendlichen mit Wolfgang Buff als Referent und zur Gefährdung der Soldaten bei völkerrechtswidrigen Auslandseinsätzen mit Matthias Jochheim als Referent).

Atombomben in Büchel

14.03.2017
März 2017 Veranstaltung mit Regina Hagen zu Büchel bzw. dem Stand der Atomwaffenstrategien.

Gründung des Friedenstreffs Rüsselsheim-Untermain

07.12.2016
Gründung Ende 2016 als Folge neuerlicher Atomkriegsgefahr. Ziel das vorhandene antimilitaristische Bewusstsein bei den Wahlbürgern zu aktivieren sowie die Unterstützung der Proteste gegen die atomare Teilhabe der BRD.

Die Propaganda der Bundeswehr auf dem Hessentag 2016 in Herborn

27.05.2016
Im Laufe des Jahres 2016 begannen neben Friedensaktivitäten - zum Teil im Rahmen der AG Frieden von Attac Rüsselsheim oder der DFG-VK Hessen - schon Vorbereitungen auf dem Weg zur Gründung des Friedenstreffs Rüsselsheim und Umgebung.

Noch vor Gründung des fru: Besuch in Büchel

17.05.2016
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